Hohe Besuchsdichte - für Menschen mit akutem BedarfDie ambulante psychiatrische Pflege (APP)

Begleitung in schwierigen Zeiten


Zurück zum Alltag mit seinen vielen Facetten. Zurück nach Hause, zu Kollegen, Freunden und zur Familie – mit ihren vielen Anforderungen.


Mit Begleitung fällt es leichter, einen Weg zur Genesung zu finden, einen Weg nach vorn, einen Weg, der wieder Lebensqualität und Zuversicht verspricht.

 

Warum ambulante psychiatrische Pflege?

 

Oft endet eine psychische Krise in der Klinik. Dort scheint es leichter, ihr zu begegnen. Doch kommt man nach der Klinik nach Hause, findet man ein kaum verändertes Umfeld vor. Um eine nachhaltige Veränderung zu erreichen, ist es aber wichtig, da anzusetzen, wo die Probleme entstehen. Dabei hilft es, nicht alleine zu sein und begleitet zu werden.


Darum legt die GAPSY den Fokus auf Unterstützung und Stabilisierung im Alltag und auf die Vermeidung von Krankenhausaufenthalten – für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Genesung.

 

Für wen ist die APP gedacht?


Die ambulante psychiatrische Pflege ist gedacht für Menschen mit einer psychischen Erkrankung, die Schwierigkeiten haben, sich selbst zu versorgen, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und wichtige Kontakte aufrechtzuerhalten.

 

Grundsätzlich haben alle Versicherten einen Anspruch auf diese Krankenkassenleistung.

 

Was kann die APP leisten?


Ambulante psychiatrische Pflege kann motivieren, die Selbstwahrnehmung verbessern und eine Stütze in Krisen sein. Durch persönliche Kontakte und einen vertrauensvollen Umgang miteinander kann der Verlauf der Krankheit positiv beeinflusst werden.


Ziel ist ein eigenständiges und eigenverantwortliches Leben in der gewohnten Umgebung. Wenn Sie es wünschen, bezieht die ambulante psychiatrische Pflege Ihr Lebensumfeld, Ihre Freunde, Kollegen und Ihre Familie mit ein.

 

Was machen wir in der psychiatrischen Pflege?


Die ambulante psychiatrische Pflege ist ein „aufsuchendes” Angebot der GAPSY. Wir besuchen und unterstützen Sie in Ihrem gewohnten Lebensbereich – individuell, je nach Bedarf, zunächst bis zu vier Monate.

Die Termine stimmen wir gemeinsam mit Ihnen ab.

Durch unsere Rufbereitschaft sind wir jederzeit Tag und Nacht für Sie zu erreichen.

 

Wir helfen Ihnen beim Aufbau einer Tages- und Wochenstruktur. Wir unterstützen Sie bei der Erarbeitung von Bewältigungsstrategien, die den Umgang mit Krankheit und Krise erleichtern.

 

Wir vermitteln Hilfsangebote, begleiten Sie zu Ämtern oder Ärzten, geben Impulse und praktische Hilfestellung im Alltag. Wenn Sie wollen, helfen wir Ihnen bei Aktivitäten im Alltag, bei der Gestaltung Ihres Lebensraumes und bei vielem mehr.

Ambulante Psychiatrische PflegeMittelfristiger Behandlungszeitraum in kurzen, regelmäßigen Intervallen zur Aktivierung und Krisenbewältigung

 Ziele gemäß § 37 des SGB V

  • Vermeidung oder Verkürzung stationärer Behandlung
  • Sicherstellung der ärztlichen Behandlung

Die Maßnahmen der ambulanten psychiatrischen Pflege

 Die Inhalte der APP

 

  • Kontakt und Information
  • Pflegeplanung und -überleitung
  • Zusammenarbeit mit Ärzt*innen und Therapeut*innen
  • Abstimmung ergänzender Maßnahmen
  • Medikamentenversorgung
  • stabilisierende psychiatrische Pflege: Aktivierung und Training, psychiatrische Entlastung im Alltag, Hilfe bei der Tagesstruktur, Vermittlung und Begleitung von und zu tagesstrukturierenden Angeboten
  • Symptomorientierte psychiatrische Pflege
  • Krisenintervention
  • ggf. Zusammenarbeit mit Angehörigen

Der APP-Ablaufplan

 

Die ambulante psychiatrische Pflege beginnt nach einer ärztlichen Verordnung und wird grundsätzlich mit den behandelnden Ärzten abgesprochen.

 

Es wird gemeinsam mit Ihnen ein Genesungsplan erstellt, in dem Sie selbst Ihre Ziele benennen. Die nötigen Schritte dorthin werden im Genesungsplan festgehalten werden. Auf diesem Weg begleiten wir Sie.

Verordnung durch

 

  • Niedergelassene Nervenärzt*innen
  • Nervenärzt*innen der psychiatrischen Klinik (hier kann es zu Einschränkungen im Verordnungszeitraum kommen) und der Psychiatrischen Institutsambulanzen (PIA)
  • Hausärzt*innen bei der Erstverordnung. In Ausnahmen, nach Absprache mit der Krankenkasse, auch Folgeverordnung.

Sonstiges

 

Eine Parallelverordnung mit der Leistung Soziotherapie ist möglich.

Krankenkassen und Zuzahlungen

  • Krankenkassen

     

    Die ambulante psychiatrische Pflege basiert auf § 37a SGB V. Demnach haben alle Versicherten jeder Krankenkasse einen Leistungsanspruch. Die Richtlinien HKP (§ 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 und Abs. 7 SGB V) schaffen seit 2005 eine einheitliche Grundlage für die APP in ganz Deutschland.

  • Zuzahlungen

     

    Die Zuzahlungsbestimmungen zur häuslichen Krankenpflege sind einheitlich im SGB V geregelt.


    Die Zuzahlung beträgt 10% der Kosten – mindestens 5,– € und maximal 10,– € für höchstens 28 Tage im Jahr. Zuzüglich 10,– € pro Verordnung.
    Die maximale Zuzahlung für Versicherte beträgt pro Jahr 2 % des jährlichen Bruttoeinkommens. Bei Menschen mit chronischer Erkrankung reduziert sie sich auf 1% des jährlichen Bruttoeinkommens.
    Bei den Krankenkassen kann ein Antrag auf Zuzahlungsbefreiung gestellt werden. Die GAPSY unterstützt die Patient*innen gerne beim Stellen des Antrags.

Die GAPSY Broschüre „ambulante psychiatrische Pflege”Ambulant vor stationär

Die GAPSY bietet eine sozialpsychiatrische Behandlung und Begleitung, die ganz auf Ihre persönliche Situation zugeschnitten ist. Sie erfolgt genau dort, wo sie Ihnen am besten nutzt: in Ihrem Alltag, Ihrem Zuhause und in Ihrer sozialen Umgebung. Eine gute Kooperation zwischen Ihnen, Ihren Ärzten, Therapeuten und den Mitarbeitern der GAPSY ermöglicht einen guten Behandlungsverlauf und gibt Ihnen Sicherheit und Verlässlichkeit. Wenn nötig rund um die Uhr, 7 Tage die Woche.

 

Hier können Sie unsere Broschüre Ambulante Psychiatrische Pflege herunterladen:

Ambulante Psychiatrische Pflege | PDF

Download PDF Ambulante Psychiatrische Pflege