Die kontinuierliche Begleitung Netzwerkverträge zur seelischen Gesundheit (NWV)

Psychische Erkrankungen verlaufen oft in Wellen und es braucht Zeit für die Genesung. Deshalb hat die GAPSY gemeinsam mit verschiedenen Krankenkassen ein Programm ins Leben gerufen, in dem Sie kontinuierlich auf Ihrem Weg begleitet werden: die Netzwerkverträge NWV.

 

Netzwerkverträge der GAPSY – was bedeutet das?

 

Die Netzwerkverträge verbinden ambulante psychiatrische Pflege (APP), Soziotherapie (ST), fachärztliche Behandlungen, Kriseninterventionen und die Möglichkeit der Aufnahme in die Rückzugsräume (RZR) der GAPSY in kritischen Situationen.

 

Fachlich koordiniert ergibt sich eine ganzheitliche Behandlung, die verlässlich ist und über einen langen Zeitraum genau die Hilfe anbietet, die eine spürbare Verbesserung Ihrer Situation möglich macht und Klinikaufenthalte weitgehend vermeidet.

 

Wir helfen Ihnen, ein Sicherheitsnetz für Alltag und Krise zu schaffen. Vorbeugung und Krisenprophylaxe stehen im Vordergrund. In einer Krise sind wir rund um die Uhr für Sie erreichbar. Wenn nötig, stehen Ihnen die Rückzugsräume der GAPSY über Nacht zur Verfügung. Auch wenn ein stationärer Aufenthalt notwendig ist, halten wir Kontakt zu Ihnen.

 

Im Mittelpunkt stehen Sie. Das Behandlungskonzept der Netzwerkverträge ist ein flexibles und individuelles Angebot. Es ist ganz auf Ihre persönliche Lage zugeschnitten. Auf Wunsch beziehen wir Ihre Familie, ihre Vertrauenspersonen in die Behandlung ein und suchen miteinander nach Wegen und Möglichkeiten, Ihnen beizustehen und mit schwierigen Situationen umgehen zu lernen. Gemeinsam werden Frühwarnzeichen ermittelt und hinterfragt, um künftigen Krisen entgegenzuwirken.

 

Wie funktionieren die Netzwerkverträge?


Zu Beginn der Behandlung erstellen die Ärztin oder der Arzt gemeinsam mit Ihnen und dem Team der GAPSY einen Genesungsplan, der fortlaufend angepasst wird. Inhalte könnten zum Beispiel sein: der Aufbau einer Tages- und Wochenstruktur, entlastende Gespräche und die Organisation weiterführender Hilfsmaßnahmen, die Unterstützung bei der Medikamenteneinnahme oder die Begleitung zu Arztbesuchen.

Welche Rahmenbedingungen gelten für die besondere Versorgungsform „Netzwerkverträge”?


Die Netzwerkverträge sind ein spezielles Angebot einiger Krankenkassen. Die sogenannten „besonderen Versorgungsformen” nach § 140a SGB V können außerhalb der Regelversorgung angeboten werden. Die Netzwerkverträge sind in der Regel auf drei Jahre angelegt. In dieser Zeit können alle Patient*innen die einzelnen Leistungen nach Bedarf und Absprache jederzeit in Anspruch nehmen. Gesonderte Antragstellungen, Kostenklärungen oder Verordnungen sind nicht erforderlich.

 

Für wen sind Netzwerkverträge geeignet?

 

Hier ein Kriterienkatalog der Krankenkassen für die besondere Versorgungsform „Netzwerkverträge”:

 

  • Sie sind seit mindestens einem Jahr in einer der beteiligten Krankenkassen versichert.
  • Ihre psychische oder psychosomatische Erkrankung kann mit den Leistungen des Netzwerkvertrags behandelt werden.
  • Sie wurden in den letzten 12 Monaten mindestens einen Tag stationär behandelt oder bekommen regelmäßig Antidepressiva oder Neuroleptika verordnet.
  • Sie wohnen in Bremen, Bremerhaven und umzu.
  • Ihre Teilnahme an dem Vertrag der Netzwerkverträge ist freiwillig und kann jederzeit widerrufen werden.

Welche Vorteile hat ein Netzwerkvertrag?

 

  • Verlässliche Hilfe mit individuell abgestimmten Leistungen in Ihrem persönlichen Umfeld.
  • Eine langfristige Versorgung ohne zwischenzeitliche Antragstellungen und Zuzahlungen.
  • Feste und kompetente Ansprechpartner rund um die Uhr auch kurzfristig im Falle einer Krise.
  • Die GAPSY Rückzugsräume während einer Krise.

Ein vertrauensvolles Miteinander ist uns wichtig, wie auch der Erhalt Ihrer Autonomie und Selbstverantwortung!

Integrierte Versorgungsverträge NWpG (NetzWerk psych­ische Gesundheit) und SeGel (Seelische Gesundheit leben)Langfristige, bedürfnisangepasste Behandlung in einem multiprofessionellen Team

Ziel nach § 140a ff SGB V ist es, eine interdisziplinäre und leistungssektorenübergreifende Versorgung sicherzustellen. Besonders Versicherte mit einer schizoaffektiven, schizophrenen oder depressiven Grund­erkrankung stehen im Mittelpunkt des Versorgungsauftrags.

Einschreibung und Zeiträume

Einschreibungszeiträume

 

  • Bis zu 3 Jahre
  • Eine Verlängerung der Maßnahme ist unter bestimmten Umständen möglich
  • Die Versicherten der teilnehmenden Krankenkassen schreiben sich per Erklärung in den Vertrag ein

Einschreibung

 

Für die IV NetzWerk-Verträge NWpG und SeGel sind keine ärztlichen Verordnungen erforderlich. Die Ein­schreibung in diesen Vertrag erfolgt direkt durch niedergelassene Fachärzt*innen. Nach der Genehmigung durch die Krankenkasse erhalten Sie eine Teilnahmeerklärung zur Unterschrift.


Im Rahmen von Assessment-Leistungen arbeitet die GAPSY mit folgenden Fachärzt*innen zusammen:

  • Niedergelassene Nervenärzt*innen
  • Nervenärzt*innen psychiatrischer Kliniken und der Psychiatrischen Institutsambulanzen (PIA)
  • Hausärzt*innen

Teilnahmekriterien

 

  • Zum Zeitpunkt der Einschreibung muss die Versicherte freiwillig oder pflichtversichert bei einer der dem Vertrag beigetretenen Krankenkassen sein.
  • In der Regel ist die Versicherte zum Zeitpunkt der Einschreibung älter als 18 Jahre.
  • Die Einschreibekriterien sind unterschiedlich (siehe Diagnosen)
  • Außerdem muss in einem festgelegten Auswahlzeitraum ein Krankenhausaufenthalt von mindestens einem Tag mit einer der o.g. Hauptdiagnosen (Entlassdiagnose) erfolgt sein.

Wenn Sie klären möchten, ob Sie als Patient*in für diese Versorgung infrage kommen, wenden Sie sich bitte an das Kundencenter der GAPSY. Wir setzen uns innerhalb kürzester Zeit mit der jeweiligen Krankenkasse in Verbindung.

Krankenkassen und Zuzahlungen

  • Krankenkassen:

    Die AOK Bremen/Bremerhaven, die TK und die KKH unter dem Namen „Netzwerk Psychische Gesundheit” sowie ein Zusammenschluss von vielen Betriebskrankenkassen im SeGel-Vertrag (Seelische Gesundheit leben) bieten die Netzwerkverträge mit der GAPSY an.

     

    Liste der beteiligten Betriebskrankenkassen des SeGel-Vertrags:

     

    • BKK Aesculap
    • Deutsche Bank AG
    • BKK firmus
    • BKK Merck
    • BKK Voralb
    • Daimler BKK
    • Salus BKK
    • SBK
    • Securvita KK
    • BKK PwC

     

    Eine Besonderheit stellt der integrierte Versorgungsvertrag mit der IVP Networks dar:

    Etwa 60 Krankenkassen, überwiegend Betriebskrankenkassen, haben mit der IVP Networks einen Rahmenvertrag über eine Integrierte Versorgungsleistung. Für diesen Vertrag sind wir Leistungserbringer.

  • Zuzahlungen:

    Keine Zuzahlungen erforderlich!

Integrierte Versorgungsverträge

NWpG (NetzWerk psych­ische Gesundheit) AOK Bremen

Der Vertrag NWpG (NetzWerk psych­ische Gesundheit) AOK Bremen/Bremerhaven ist in Zusammenarbeit mit der GAPSY und der AOK Bremen/Bremerhaven entstanden. Für Menschen mit psychischen Erkrankungen wurde ein innovatives Konzept der integrierten Versorgung entwickelt. Ziel ist, die Versorgung von Menschen mit psychischer Erkrankung zu verbessern, insbesondere durch die Intensivierung ambulanter Angebote.

NWpG (NetzWerk psych­ische Gesundheit) TK/KKH

Der Vertrag NWpG (NetzWerk psych­ische Gesundheit) TK/KKH ist in Zusammenarbeit von GAPSY, TK und KKH ausgearbeitet. Die bestehenden ambulanten Möglichkeiten für psychisch erkrankte Menschen werden nicht ausreichend genutzt. TK, KKH und  GAPSY gehen deshalb neue Wege, um Menschen mit psychischer Erkrankung besser zu versorgen. In Bremen existiert ein Netzwerk, in dem TK und KKH-Versicherte umfangreiche ambulante Hilfe finden.

SeGel (Seelische Gesundheit leben)

Der Vertrag SeGel (Seelische Gesundheit leben) wurde in Zusammenarbeit von GAPSY und GWQ ServicePlus AG (Gesellschaft für Wirtschaftlichkeit und Qualität bei Krankenkassen) erstellt. Sie entwickelten ein neuartiges Konzept der integrierten Versorgung für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Die beteiligten Betriebskrankenkassen und die GAPSY gehen neue Wege, um Menschen mit psychischer Erkrankung besser zu versorgen. In einem breit gefächerten Netzwerk finden die Versicherten umfangreiche ambulante Hilfe.

 

Liste der beteiligten Betrieblichenkrankenkassen:

BKK Aesculap
BKK Deutsche Bank AG
BKK firmus
BKK Merck
BKK Voralb
Daimler BKK
Salus BKK
SBK
Securvita KK
BKK PwC

 

IVPN (Integrierte Versorgungsprogramme Networks)

Grundlage für eine Teilnahme an einem integrierten Versorgungsangebot ist ein Versorgungsvertrag mit Ihrer Krankenkasse, in den Sie sich einschreiben können.

 

Eine Auflistung aller teilnehmenden Kassen finden Sie unter „Krankenkassen” auf dieser Seite der Netzwerkverträge. Integrierte Versorgungsmodelle bieten eine echte Chance, um den Leitgedanken von Inklusion (Einbeziehung, Eingeschlossenheit, Zugehörigkeit) umzusetzen.

 

Sie setzen auf eine neue Beteiligungskultur, Selbstbestimmung und mehr Eigenständigkeit. Ambulante Versorgungsangebote, wie ärztliche Behandlung, Pflege, psychosoziale Hilfe und Unterstützung, sind miteinander vernetzt und auf die eigene, häusliche Alltagswelt des/der Betroffenen abgestimmt. Sie fördern den Erhalt von Arbeit, Familie und Wohnung.


Vor allem Krisen sollen frühzeitig erkannt und effektiver bearbeitet werden. Somit wird es möglich, auch in diesen schwierigen Zeiten meist im häuslichen und familiären Umfeld zu verbleiben.

 

Weitere  Informationen erhalten Sie über unser Kundencenter und die Internetseite der IVPN.

Die GAPSY Broschüre „Netzwerkverträge zur seelischen Gesundheit NWV”zum Herunterladen als PDF

Die Netzwerkverträge mit den Krankenkassen (NWV) TK, KKH, AOK Bremen/ Bremerhaven und vielen Betriebskrankenkassen sind Verträge, die Menschen mit bestimmten psychiatrischen Erkrankungen eine mehrjährige Begleitung anbieten.


Eine enge Zusammenarbeit mit den versorgenden Ärzt*innen ist dabei ein wichtiger Bestandteil.

 

Hier können Sie unsere Broschüre „Netzwerkverträge zur seelischen Gesundheit” herunterladen:

Netzwerkverträge zur seelischen Gesundheit | PDF

Download Netzwerkverträge Broschüre